Gründung der WVW

Die unzureichenden Grundwasservorkommen waren in der Vergangenheit die Hauptursache für Engpässe in der Trinkwasserversorgung in einigen Bereichen des Landkreises, die sich in fast jedem Sommer wiederholten.

Im Landkreis St. Wendel gibt es nur zwei Bereiche, in denen eine Grundwasserförderung für Trinkwasserzwecke von größerer überörtlicher Bedeutung möglich ist:

1.      der Wurzelbacher Graben bei Oberlinxweiler-Remmesweiler-Winterbach
(Kreisstadt St. Wendel) 

2.      die Primsaue nördlich von Primstal 
(Gemeinden Nohfelden und Nonnweiler)

Die übrigen Grundwasserfördergebiete wie z.B. die Bereiche Eiweiler (Gemeinde Nohfelden) oder Freisen-Gerrweiler (Gemeinde Freisen) haben nur örtliche Bedeutung.

Besonders problematisch war die Versorgung in den 50er und 60er Jahren, als die Kreisstadt St. Wendel und die übrigen 73 Gemeinden an Einwohnerzahlen und Wohngebäuden rasch zunahmen.

Trinkwasserverbund

Das Jahr 1974 brachte die Umsetzung der Gebiets- und Verwaltungsreform im Saarland. Im Landkreis St. Wendel wurden die 73 bislang selbstständigen Orte zu acht Großgemeinden zusammengefasst. Das bedeutete gleichzeitig, dass für die Wasserversorgung im Landkreis nicht länger fast 100 Stellen verantwortlich waren, sondern nur noch neun: Die Verwaltungsspitzen von Landkreis, Stadt und Gemeinden. Dies war der richtige Zeitpunkt für die Gründung eines Wasserversorgungsverbundes, der Trinkwasser selbst fördern oder es von Dritten beziehen und bis zum Endverbraucher liefern sollte.

Nach Verhandlungen mit den zuständigen Gremien konnte bereits am 23.12.1974 durch Abschluss eines Gesellschaftsvertrages ein neues Wasserversorgungsunternehmen, die Wasserversorgung Kreis St. Wendel GmbH, kurz WVW genannt, gegründet werden.

Gesellschafter waren der Landkreis, die Stadt St. Wendel sowie die Gemeinden Freisen, Marpingen, Nohfelden, Oberthal und Tholey. Das Stammkapital betrug 20 Mio. DM.

VSE als neuer Gesellschafter

Am 25. September 1991 wurde die VSE (heute energis) mit einem Anteil von 26 % als neuer Gesellschafter aufgenommen und das Stammkapital auf 27.027 Mio. DM erhöht. Die Gesellschaft firmiert seitdem mit WVW Wasser- und Energieversorgung Kreis St. Wendel, Gesellschaft mit beschränkter Haftung.
Die Stadt St. Wendel hat am 13.12.1994 ihre Geschäftsanteile auf die SSW Stadtwerke St. Wendel GmbH & Co. KG und die Gemeinde Marpingen an 29.12.1996 ihre Geschäftsanteile auf die KDM Kommunale Dienste Marpingen übertragen.

Die Geschäftsanteile des Landkreises wurden am 20.09.1999 in das Kultur- und Bildungsinstitut des Landkreises (KuBI) übertragen und die Gemeinde Tholey hat 1995 ihre Geschäftsanteile in den Eigenbetrieb Freizeit- und Fremdenverkehrsbetrieb eingebracht.

Am 5. August 2003 wurde der Gesellschaftsvertrag erneut geändert. Die Gemeindewerke Namborn (GWN) brachten ihren Teilbetrieb "Wasser" in die WVW ein und die Gemeinde Namborn wurde Gesellschafter der WVW. Das neue Stammkapital beträgt 14.821.240 Euro.

Mit dem Beitritt der Gemeinde Namborn ist die WVW nunmehr in sieben der acht kreisangehörigen Gemeinden für die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Brauchwasser zuständig. Mehr als 85.000 Menschen beziehen ihr Wasser von der WVW, die insgesamt fast vier Millionen Kubikmeter Trinkwasser liefert.

2005 wurde mit dem Wasserwerk der Gemeinde Nonnweiler ein Kooperationsvertrag mit dem Zweck einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit zur Versorgungssicherzeit in Notsituationen in beiden Versorgungsgebieten geschlossen. Seit dem 1. Januar 2007 ist die Gemeinde Nonnweiler auch Gesellschafter der WVW.


Leitung des Unternehmens

Geschäftsführung

Dr.-Ing. Joachim Meier

Dipl.-Kfm. Wolfgang Müller

 

Aufsichtsrat

Vorsitzender

Landrat Udo Recktenwald